Stern des Sports für Benefiz-Lehrgang beim TTC

Zwei Sterne des Sports in Bronze gehen an den Tischtennis-Kreis Offenbach
Platz 9 für den Benefiz-Lehrgang beim TTC Hainstadt „Lawine e. V.“
Platz 6 für die Jugendarbeit den TTC Seligenstadt
Die Sterne des Sports sind Auszeichnungen des Deutschen Olympischen Sportbunds und der Volks- und Raiffeisenbanken, die seit 2004 an Sportvereine für soziales Engagement verliehen werden.

2011 hatte der TTC Hainstadt die Trägerschaft für den Benefiz-Lehrgang unter dem Motto: „Lawine e. V: – Beratungs- und Präventionsstelle gegen sexuelle Gewalt in Hanau“ übernommen und sich für diese Auszeichnung beworben. 20 Vereine hatten mitgemacht und 17 kamen in die Sterne-Wertung. Der TT-Benefiz-Lehrgang war auf dem mit € 200,– dotierten 9. Platz gelandet. Der Lehrgang bietet 40 Nachwuchs-Spielerinnen und –Spielern ein ganzes Wochenende lang tolles Training mit Abschluss-Turnier. Da zahlreiche Trainer selbstlos ein ganzes Wochenende ihr Können kostenfrei zur Verfügung stellen und Firmen sowohl mit Sach- als auch mit Geldspenden die gute Sache unterstützen, kamen stolze € 4.404,26 für die gute Sache zusammen. Vom 15.-17.06.2012 wird der Lehrgang beim SC Klein Krotzenburg für das Deutsche Kinderhilfswerk für das Thema „Arme Kinder in Deutschland satt machen“ angeboten.

Die engagierte und erfolgreiche Jugendarbeit des TTC Seligenstadt stellte die vierköpfige Jury auf Platz 6.

Am 11.01.2012 war es dann soweit: Die Preisverleihung fand in den Räumen der Volksbank Maingau in Obertshausen-Hausen statt. Der liebevolle Leitsatz lautete: „Wir brauchen unsere Sterne nicht vom Himmel zu holen, im Sport sind sie mitten unter uns.“ Prominente Gäste wie 1.Kreisbeigeordnete Jäger, Vorsitzender des Sportkreises Offenbach Peter Dinkel, Bürgermeister aus dem Einzugsbereich der VoBa Maingau, Bankvertreter und hohe Repräsentanten aus der Welt des Sports begrüßten die Vereinsvertreter. Ein junger Saxophonist lockerte in den Pausen die Veranstaltung auf.

Matthias Sauer nahm die Auszeichnung für den Benefiz-Lehrgang entgegen und Angelika Schwarz die des TTC Seligenstadt. Der Geldsegen hilft dem Benefiz-Lehrgang 2012, die Anfangshürden zu nehmen.

Text: Angelika Schwarz
Fotos: VoBa Maingau

Besuch der JVA Rockenberg

Tief bewegt und nachhaltig berührt war die 12-köpfige Besuchergruppe, als sich die Gefängnistore hinter ihr wieder schlossen und sie in die Freiheit zurück trat.
– Aber berichten wir von Anfang an!

Matthias Sauer pflegt bereits seit 15 Jahren Kontakt zu der Justizvollzugsanstalt Rockenberg, in der 200 Jugendliche einsitzen. Bei seinem letzten Besuch äußersten die Gefangenen den Wunsch nach Tischtennis-Schlägern und –Bällen. Mit seinen Organisationspartnern Markus Link und Angelika Schwarz von dem Benefiz-Lehrgang war er sich schnell einig, mit einem kleinen Teil des Benefiz-Erlöses diesen Wunsch zu erfüllen.

Am 23.09.2009 war es dann soweit: Mit acht Jugendlichen aus den vier Tischtennisvereinen SG Bruchköbel, TTC Hainstadt, TTC Heusenstamm und SC Klein Krotzenburg machten sich die drei Benefiz-Veranstalter und Carina Schwarz auf den Weg nach Gießen. Nachdem alle Personalien aufgenommen, die Handys eingeschlossen und die Besucher begutachtet waren, ging es dann von Tor zu Tor an hohen Mauern und vergitterten Fenstern vorbei. Der vertraute Anblick einer Turnhalle von innen erfüllte ein bisschen mit Aufatmen. Herr Böhm, der kompetente Sportlehrer, begrüßte die Gäste und gab einige Tipps, bevor die Gruppe in der Halle die 12 jungen Männer kennen lernte, die sich sehr über die Besucher freuten und bereits mit dem Fußball-Training begonnen hatten.

Als Erstes wurden die zehn mitgebrachten Schläger und Trainingsbälle überreicht, die der Betreuer und die Jugendlichen dankbar entgegen nahmen.

Nach dem Aufwärmen ging es dann auch schon los. Vier Mal 10 Minuten Fußball waren geplant, wobei sich die Gäste einen Torwart ausliehen. Die anfängliche Scheu legte sich schnell durch den gemeinsamen Sport. Die Gäste hatten nur wenig Gewinnchancen – am Ende stand es 12 : 6, wobei Torschützenkönig Marco Schwarz mit vier Treffern die Ehre retten konnte. Das nächste Mal wolle man dann doch lieber wieder Tischtennis spielen; dem weisen Spruch gemäß: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“.

In der Pause zeigte Herr Böhm den Außenplatz, der in Zukunft mit einem Kunstrasen belegt werden soll. Hier und während der Schlussrunde mit Apfelschorle erfuhren die Besucher im Gespräch mit den Gefangenen Ergreifendes über die Gründe und Hintergründe der Straftaten. Mehrfach äußerten die Jugendlichen den Wunsch, nach ihrer Freilassung in einem Sportverein aufgenommen zu werden.

Zu schnell ging die Besuchszeit vorbei und man musste sich verabschieden – sicher hätten sich die jungen Leute gerne noch mehr miteinander ausgetauscht.

Gelungene Wochenendfreizeit unseres Tischtennis-Nachwuchses in Darmstadt

Mit 4 Mädchen und 15 Jungen im Alter von 8 bis 16 Jahren verbrachten 3 Betreuerinnen und 4 Betreuern der beiden Tischtennisclubs aus Hainstadt und Seligenstadt gemeinsam ein erlebnisreiches Wochenende in Darmstadt.

Bild: auch der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe wurde besucht
Bild: auch der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe wurde besucht
Pünktlich um 16°° Uhr starteten die beiden Gruppen am Freitag in Hainstadt und Seligenstadt und erreichten die so malerisch am See gelegene Jugendherberge nahezu zeitgleich. Die modernen Zimmer waren schnell bezogen und nach dem Abendessen ging dann die Entdeckungstour schon los. Manche Mutige stürzten sich gleich mal in den See, die Kleineren entdeckten die nahe gelegenen Spielplätze und die Mädels guckten mal nach dem Weg in die Innenstadt. Dort erwartete die letztgenannte Gruppe eine tolle Überraschung: Es war die Nacht der Kirchen, sodass sie eine Musical-Aufführung und eine Kirchturmbesteigung miterleben konnten. Ein freundlicher Herr, der sich der kleinen Gruppe erfreute, erklärte die schönen Gebäude, die von oben zu sehen waren. Abends folgten zwei Betreuerinnen dem Vorschlag des „Turmherren“ und besuchten die Andacht über Spaß und Freude mit Filmausschnitten des Filmes „Sister Act“. Die erste Nacht endete mit Gesellschaftsspielen und endlosem Erzählen um 3³° Uhr.

Etwas müde aber zu neuen Taten bereit traf man sich am Frühstücksbuffet. Nun hieß es wieder: Wer macht was mit wem? Zwei Mädchen und unsere kleinsten Jungen machten sich auf zum Vivarium und bestaunten besonders die neugeborenen Äffchen. Alle anderen machten die Darmstädter Innenstadt unsicher inklusive Modenschau, was offensichtlich viel Spaß gemacht hatte. Nach dem Mittagessen war dann Seebad, Wellness-Bad, Hochzeitsturm-Besteigung und Spielplatz im Angebot. Nach dem Abendbuffet übten sich die Tischtennis-Kids in der Stafette, die mit 35 Fragen Kenntnisse in vielen Sparten abverlangte. Gesellschaftsspiele, Spielplatz und Bummel gehen war dann gefragt. Zum Boxkampf (Fernsehübertragung aus Schalke: Wladimir Klitschko gegen Ruslan Chagaev) trafen sich die Jungen in der Cafeteria, während die Mädels doch lieber im Zimmer blieben. Diese Nacht endete für die Jüngeren dann bereits um 0³° Uhr, während die Großen noch bis 4³° Uhr wach blieben.

Betriebsam begann dann der Sonntag: Frühstück, Packen und Zimmer kehren musste bis 9³° Uhr erledigt sein. Viel Spaß brachte die Auflösung und Siegerehrung der Stafette. Zu einem Gruppenfoto machten sich alle auf zum Hochzeitsturm, wobei man auch die russisch-orthodoxe Kirche mit dem Brunnen bewundern konnte. Nach dem Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen von Darmstadt und den kinderfreundlichen, offenherzigen Menschen dort.

Fazit:
Dank gilt den Herbergseltern, die immer gerne Auskunft gaben und viel Verständnis für die Jugendlichen hatten.

Die Jugendherberge liegt idyllisch und zentral zugleich und bietet als moderne Einrichtung einen Komfort, den man in einer Jugendherberge nicht unbedingt erwarten kann.

Die Kinder und Jugendlichen der beiden Vereine fanden sich schnell in Interessengruppen zusammen. Die ausreichende Anzahl von Betreuern machte eine Teilung der Gruppe für die verschiedenen Unternehmungen möglich. Erwähnenswert, wie man eine so breite Alterspalette von 8 – 16 Jahren gleichzeitig bei Laune hielt!

Die zweite gemeinsame Jugendaktivität kann nach dem Nikolaus-Kegeln ebenfalls als überaus gelungene Zusammenarbeit gewertet werden. Unsere Wege werden sich wieder kreuzen!

Angelika Schwarz, Betreuerin TTC Seligenstadt